Innovative, barrierearme Wohnformen mit Betreuungsmöglichkeit für ältere Menschen 
zur Belebung der Ortszentren
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Transnationales Treffen in Schönwald
vom 30.01.-01.02.2014

Gruppenbild Treffen Schönwald

Alt werden im Ort

Über Senioren und ihr Leben in Gemeinden

Ein Bericht aus: Schwarzwälder Bote vom 01.02.2014 (von Hans-Jürgen Kommert)

Wie können ältere Menschen künftig in den Ortszentren der Gemeinden in Kreis und Region leben? Welche Konzepte von innovativen barrierearmen Wohnformen sind denkbar? Insbesondere diese Fragen stehen derzeit im Mittelpunkt einer internationalen Klausurtagung in der Uhrmacher-Ketterer-Halle in Schönwald.

Wenn vor allem ein älterer Schönwälder Bürger nicht mehr allein in der Lage ist, sich zu versorgen, zieht er fort. Genau dies will der Schönwälder Bürgermeister Christian Wörpel verhindern - doch es könnte schlicht am Geld scheitern.

Um diesem Dilemma zu entgehen, hat sich die Gemeinde auf seinen Vorschlag hin zur Teilnahme an einem 'Leader'-Projekt beworben und den Zuschlag bekommen. Wir sind auf dieses Konzept gekommen während unseres letzten Projekts 'Lebensqualität durch Nähe', erklärte Wörpel. Für den Waldshuter Landrat Tilmann Bollacher, Vorsitzender der LeaderGruppe Südschwarzwald, stehe im Fokus, wie man den Leerständen in den Ortsmitten der Kommunen begegnen, ein neues Miteinander der Generationen initiieren und die älteren Menschen integrieren könne.

Projektleiterin Ingrid Engelhart zeigte vor rund 70 Tagungsgästen auf, dass Lebensqualität durch Nähe auch speziell für ältere Menschen möglich ist, unter anderem durch die ZEITBANKplus', die 'Hilfe von Haus zu Haus' sowie 'Pflegewohngruppen und andere innovative Wohn- und Pflegeformen'.

Mit dieser Auftaktveranstaltung solle die Leader-Gruppe sensibilisiert werden für das 'Altwerden in vertrauter Umgebung'. Einbezogen werden neben Bürgern auch die Gemeinde, die Kirche, soziale Netzwerke und Einrichtungen, Vereine sowie Bauträger oder Investoren.

INFO Leader Leader (französisch: Liaison entre actions de developpement de l'economie rurale) ist ein methodischer Ansatz der Regionalentwicklung, der es Menschen vor Ort ermöglicht, regionale Prozesse mitzugestalten. Die Europäische Union, der Bund und das Bundesland übernehmen Teile der Kosten. Und gefragt sind die Menschen.

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Senioren auch im Alter im Ort halten

Ein Bericht des Südkurier vom 03.02.2014 (spr)

Rund 100 Teilnehmer aus Deutschland und Österreich nehmen an der Auftaktveranstaltung des transnationalen Leader-Treffens in Schönwald teil. Zentrales Thema sind innovative, barrierearme Wohnformen zur Belebung der Ortszentren.

Barrierearme Wohnformen und Betreuungsmöglichkeiten älterer Menschen Thema in Schönwald 

Schönwald war drei Tage lang Tagungsort für das transnationale Leader-Projekt zum Thema „Innovative, barrierearme Wohnformen mit Betreuungsmöglichkeit älterer Menschen zur Belebung der Ortszentren“. Unter den knapp 100 Teilnehmern, die aus 13 Orten in Deutschland und drei Gemeinden in Österreich kamen, waren auch Schönwalds Bürgermeister Christian Wörpel sowie einige Gemeinderäte und Vertreter sozialer Organisationen, die sich mit dem Thema Strukturveränderungen und demografischer Wandel befassen.

Christian Wörpel freute sich, dass die Auftaktveranstaltung zu dem Projekt in Schönwald stattfand. Als Tagungsort wurde Schönwald auch aus strategischen Gründen gewählt. „Der Grund, dass Schönwald ausgesucht wurde, war, dass ein Modellprojekt in Eichstetten besichtigt wird und man einen Tagungsort in der Nähe suchte, der auch ausreichend Übernachtungskapazitäten bietet.“ Dass sich der Ort an den drei Tagen wie aus dem Bilderbuch präsentierte mit einer leichten Schneedecke und strahlend blauem Himmel, begeisterte die Tagungsteilnehmer zusätzlich.

Im Mittelpunkt der dreitägigen Veranstaltung stand die Frage, wie Gemeinden dem demografischen Wandel Rechnung tragen können und ihre Strukturen so anpassen, dass die Bürger im Alter möglichst lange die Möglichkeit haben, in ihrer vertrauten Umgebung zu leben und ihren Alltag zu meistern. Dazu gaben verschiedene Referenten Beispiele über bereits bestehende und funktionierende Möglichkeiten. 

Für die Gemeinde Schönwald nahm Christian Wörpel mit, dass „wir unsere Infrastruktur auf die Bedürfnisse der älteren Bürger ausrichten. Barrierearme Zugänge, Nachbarschaftshilfen, Ärzte und Apotheken und vieles mehr, das alles muss miteinander vernetzt werden.“ Wörpel freute sich in diesem Zusammenhang, dass die Baugenehmigung für das Seniorenwohnheim erteilt wurde. In Schönwald sollen ein Seniorenwohnheim mit 30 Betten für betreutes Wohnen und 22 seniorenbedarfsgerechte Wohnungen entstehen.

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(aktuelle Seite: Transnationale Treffen / Schönwald / )

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